Dienstag, 23. Juni 2026
19.30 Uhr Veranstaltungsbeginn (Einlass ab 18.30 Uhr)
Hettenbach45, Flurstraße 45 in 86154 Augsburg
Moderation: Tina Lurz
Getränke sowie Snacks gibt es vor Ort zu kaufen.
Die Schlosser'sche Buchhandlung ist mit einem Büchertisch vor Ort.
Über "Besser Zuhören" von Anja Schauberger:
Überall finden sich Rhetorik-Seminare, in denen man sprechen lernt, aber nirgendwo lernen wir, gut zuzuhören. Sieht man genau hin, scheint das Zuhören ein präsentes Thema unserer Zeit zu sein. In den letzten Jahren gab es einen Boom an Zuhör-Angeboten. Jeder, der etwas erzählen möchte, kann sie in Anspruch nehmen. Und auch in den Medien ist das Zuhören omnipräsent, denn Anhänger rechter Parteien monieren: «Es hört einem ja heute keiner mehr zu.» Die Fähigkeit zum aktiven Zuhörenhat gelitten. Das liegt an der Vereinsamung der Gesellschaft, unserer immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspanne, der Schnelllebigkeit unseres Alltags. Anja Schauberger trifft Menschen, die ihr unterschiedliche Aspekte des Zuhörens näherbringen, darunter eine Paartherapeutin, eine Pfarrerin, einen Zuhör-Coach und einen Barkeeper. Sie nimmt uns mit auf ihrem Weg, eine bessere Zuhörerin zu werden – und findet dabei Antworten auf die Frage, was wir alle gewinnen können, wenn wir lernen, uns wieder besser zuzuhören.
Über die Autorin:
Anja Schauberger wurde 1990 in München geboren. Nach einem Germanistik-Studium an der LMU München und einem Volontariat beim Burda Verlag, baute sie als Redaktionsleitung das Onlinemagazin Mit Vergnügen in München auf. Seitdem arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin für verschiedene Medien wie die Süddeutsche Zeitung, das Interview-Magazin Galore und das Reiseheft Merian. 2012 erschien ihr Debütroman «Und wieder Winter» über die Krebserkrankung ihrer Mutter bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2022 das Interviewbuch «Auf der Suche nach dem Sinn» bei Knesebeck. Am liebsten führt sie Interviews, trifft neue Menschen und hört zu.
Über "Reden müssen" von Regina Denk:
„Mädel, ratsch nicht, tu lieber!“ Einer Familie von stillen, schwer zu knackenden Nüssen entstamme sie, sagt Regina Denk. Und je mehr Jahre ins Land ziehen, desto mehr bleiben ihr die Worte im Hals stecken. Wie ging das nochmal: Gesehen werden. Mit allen Zweifeln, Unsicherheiten, Verletzungen, Träumen. Umeinander wissen, statt „Wie geht’s“ im Messenger.
Regina Denk begibt sich auf die Suche nach Wegen aus der Sprachlosigkeit. Zwischen Pitches im Büro, Reels, Posts, Tweets in den sozialen Medien und Alltagsgetöse erinnert sie sich an das Schweigen in der Familie, das Quasseln mit den besten Freundinnen, an die Geborgenheit stundenlanger Telefonate mit dem ersten Schwarm, das Wunder der ersten Worte der eigenen Kinder. Und erkennt: die härtesten Nüsse, die es zu knacken gilt, das sind immer noch wir selbst.
Über Regina Denk:
Regina Denk, geboren 1981, ist Autorin und Verlagsfrau. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften setzt sich ihr beruflicher Weg konsequent in der Buch- und Magazinwelt fort. Sie schreibt Kurz- und Langstrecke, für verschiedene Medien und Genres, ihre Themen sind zeitgeistig, einzigartig und stellen die großen Fragen des Lebens gekonnt in den Mittelpunkt mitreißender Geschichten. Mit ihrer Familie lebt sie an der Grenze zu Österreich in Niederbayern und denkt sich täglich neue Geschichten für den Rest der Welt aus. Zuletzt begeisterte sie mit dem feministischen Heimatroman „Die Schwarzgeherin“.